REGIONAL: RUPERTIKIRTAG IN SALZBURG

Was dem Münchener sein Oktoberfest, das ist dem Salzburger der Rupertikirtag. Vom 23. bis 27. September geht es auf dem Domplatz wieder los – und wir wappnen uns natürlich bereits fürs Flanieren über die Plätze rund um den Salzburger Dom. Zu unserer Freude werden auf dem Kirtag im Gegensatz zur Bayerischen Wiesn auf hydraulisch betriebene Fahrgeschäfte und laute Musik verzichtet. Dafür gibt es jede Menge historische Fahrgeschäfte, Brauchtum, Trachten und fast vergessenes Handwerk ...

ZUR GESCHICHTE

Bereits 996 verlieh Kaiser Otto II. der Stadt Salzburg das Recht auf einen täglichen Markt. Darunter zählte der Herbstmarkt, der zu Ehren des Heiligen Rupert stattfand. Zu dieser Zeit wurden die Jahrmärkte lediglich 'geduldet', daher stammt auch das gebräuchliche Wort 'Duld'. 1481/82 legalisierte Kaiser Friedrich III. die gewohnheitsrechtlichen Jahrmärkte und der Rupertitag am 24. September wurde zum wichtigsten Handelstag. Zu Beginn fand die Dult auf dem Dombereich und dem Marktplatz statt. Später machte er Stationen am Residenzplatz, dem Domplatz oder auch 30 Jahre auf dem Mirabellplatz.1896 wurde die Dult aufgehoben und 1924 wiederbelebt. Seit 1946 besteht die Dult in veränderter Form weiter und war dabei zuerst bei der Hofstallkaserne und später im Volksgarten untergebracht. 1977 wurde der Rupertikirtag wieder auf die Plätze um den Salzburger Dom zurückgebracht.

WAS UNS ERWARTET

Nach dem Trubel der Festspiele (HIER haben wir darüber berichtet) ist die Dult ein Ort der Entschleunigung und Begegnung. Hier drehen sich die Uhren etwas langsamer. Die Zeit ist hier aber definitiv nicht stehengeblieben: neben kulinarischen Genüssen wie gebratene Steckerlfische bieten die historischen Fahrgeschäfte Unterhaltung für Klein und Groß. Für Modeinteressierte sorgt die Trachtenmodenschau am Freitag, den 25. September für neuesten Input. 

UNSER TIPP: Probieren Sie am Trumerstand eine Salzburger mit Sauerkraut – köstlich! Mehr zum Rupertikirtag in der Salzburger Altstadt erfahren Sie hier.

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 Ob traditionell in Tracht oder trachtig inspiriert, das sind die passenden Begleiter: