IM INTERVIEW: WOLFGANG HILLEBRAND

Bereits seit 20 Jahren führt Wolfgang Hillebrand gemeinsam mit seinem Bruder Bernd eine von Salzburgs führenden Baufirmengruppen. Als erfolgreicher Bauunternehmer strebt er dabei hoch hinaus – sprichwörtlich, denn einer seiner Lebensträume ist die Realisierung eines „wirklich hohen“ Hochhauses. Sportlich zieht es den Salzburger hingegen talwärts, denn als begeisterter Skifahrer liebt er es über Tiefschneehänge in Richtung Tal zu wedeln. Im exklusiven Interview für unsere REYER & Friends Serie erfahren Sie, weshalb der Familienmensch von REYER bekleidet, von vielen beneidet ist, am liebsten für seine Frau Monika shoppen geht und 50 das neue 30 ist.

Sie sind seit Jahren eng mit der Familie Reyer befreundet. Was besteht länger: Ihre Freundschaft oder die Verbindung zum Geschäft?
 
Eigentlich die Verbindung zum Geschäft, die bereits durch meine Eltern besteht. Mit dem Karli (so wird Karl Reyer Jr. liebevoll von Freunden und Familie genannt; Anm.) teile ich seit 25 Jahren eine enge Freundschaft. Uns verbinden einfach viele Gemeinsamkeiten: wir führen beide ein Familienunternehmen und das bereits in dritter Generation. Neben unserer tollen Kameradschaft ist Vertrauen einer der wichtigsten Grundsteine – privat wie beruflich. Egal ob ich beim Karli Mode oder Sportsachen kaufe, ich weiß einfach, dass alles einwandfrei funktioniert und passt – ob das nun meine Ski, mein LVS Gerät oder meinen ABS Rucksack betrifft.
 
Ihr Großvater hat bereits 1941 den Grundstein für die heutige Hillebrand Baufirmengruppe gelegt. War es für Sie schon immer klar ins Familienunternehmen einzusteigen?
 
Für mich war es immer klar. Meine Vision war seit jeher ein Bauunternehmen mit Projektentwicklung, Planung, Bauträgerbereich und ausführenden handwerklichen Betrieben (Bau und Holz; Anm.). Einfach alles aus einer Hand für Wohnbau- und Gewerbeimmobilien. Diese Vision habe ich gemeinsam mit meinem Bruder realisiert. Das ist auch nach knapp 20 Jahren noch eine tolle und spannende Aufgabe. Im Laufe der letzten zehn Jahre haben wir uns zusätzlich als Immobilienentwickler stark etabliert, wodurch wir ein noch größeres Spektrum im Wohn- und Gewerbebereich anbieten können. So ist eines unserer momentanen Leitprojekte im Tennengau der Neubau der BH Hallein sowie 32 geförderter Mietwohnungen und 1200 qm Büroflächen – das ist ein wirklich tolles Bauvorhaben, das gerade in Hallein entsteht.
 
Sie leiten gemeinsam mit Ihrem Bruder die Hillebrand Baufirmengruppe. Was sind die Herausforderungen eines Familienunternehmens?
 
Mein Bruder und ich führen das Unternehmen seit knapp 20 Jahren gemeinsam. Der Sinn für das Familienunternehmen ist bei uns sicherlich genetisch verankert und durch unser Elternhaus stark geprägt. Nach all den Jahren kommen wir immer noch ohne Vorstand oder Aufsichtsrat aus, was bei einem Unternehmen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich ist. Die wichtigsten Komponenten für den Erfolg eines Familienunternehmens sind dabei: die Wertschätzung und Anerkennung deines Gegenübers, der ehrliche Umgang miteinander, nie neidig oder zu eitel sein, hart arbeiten, seine eigene Arbeit und die anderer kritisch zu hinterfragen und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen – nur so kann es funktionieren. Strategische Entscheidungen treffen wir natürlich gemeinsam. Damit jeder dennoch seine Freiheiten behält, haben wir interne Zuständigkeiten. Wir machen prinzipiell das gleiche, aber eben nicht dasselbe. (lacht)
Wie überall gibt es auch bei uns berufliche Meinungsverschiedenheiten, die wir aber klar von unserem Privatleben abgrenzen. Das ist die Basis für unseren Erfolg – und das seit zwei Jahrzehnten.

 
Für Sie als Bauunternehmer, wie sieht Ihr persönliches Traumhaus aus? Existiert es bereits?
 
Mein erstes Traumhaus habe ich vor mittlerweile 18 Jahren gebaut. Ich habe damals ein U-förmiges Gebäude konzipiert. Eine Seite wird vom Koch- und Essbereich dominiert, der durch eine  Galerie mit dem Rest des Hauses verbunden ist. Die zweite Haushälfte vereint dann den eigentlichen Wohn- und Schlafbereich. Ich bin jetzt fast 50 und werde sicher noch mal bauen, dann allerdings ebenerdig, barrierefrei und behindertengerecht. Auch wenn man hofft, dass einem so ein Schicksalsschlag im Leben erspart und man gesund bleibt.


Sie leiten gemeinsam mit Ihrem Bruder die Hillebrand Baufirmengruppe. Was sind die Herausforderungen eines Familienunternehmens?

 
Mein Bruder und ich führen das Unternehmen seit knapp 20 Jahren gemeinsam. Der Sinn für das Familienunternehmen ist bei uns sicherlich genetisch verankert und durch unser Elternhaus stark geprägt. Nach all den Jahren kommen wir immer noch ohne Vorstand oder Aufsichtsrat aus, was bei einem Unternehmen dieser Größenordnung nicht selbstverständlich ist. Die wichtigsten Komponenten für den Erfolg eines Familienunternehmens sind dabei: die Wertschätzung und Anerkennung deines Gegenübers, der ehrliche Umgang miteinander, nie neidig oder zu eitel sein, hart arbeiten, seine eigene Arbeit und die anderer kritisch zu hinterfragen und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen – nur so kann es funktionieren. Strategische Entscheidungen treffen wir natürlich gemeinsam. Damit jeder dennoch seine Freiheiten behält, haben wir interne Zuständigkeiten. Wir machen prinzipiell das gleiche, aber eben nicht dasselbe. (lacht)
Wie überall gibt es auch bei uns berufliche Meinungsverschiedenheiten, die wir aber klar von unserem Privatleben abgrenzen. Das ist die Basis für unseren Erfolg – und das seit zwei Jahrzehnten.

 
Für Sie als Bauunternehmer, wie sieht Ihr persönliches Traumhaus aus? Existiert es bereits?
 
Mein erstes Traumhaus habe ich vor mittlerweile 18 Jahren gebaut. Ich habe damals ein U-förmiges Gebäude konzipiert. Eine Seite wird vom Koch- und Essbereich dominiert, der durch eine  Galerie mit dem Rest des Hauses verbunden ist. Die zweite Haushälfte vereint dann den eigentlichen Wohn- und Schlafbereich. Ich bin jetzt fast 50 und werde sicher noch mal bauen, dann allerdings ebenerdig, barrierefrei und behindertengerecht. Auch wenn man hofft, dass einem so ein Schicksalsschlag im Leben erspart und man gesund bleibt.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wie leben Sie dieses Thema?
 
Das Wichtigste ist für mich das Thema Zeit. Denn Zeit ist das einzige, das man sich nicht kaufen kann – sie kommt und sie geht. Deshalb versuchen meine Frau Monika und ich soviel Zeit wie möglich gemeinsam und mit unseren Kindern zu verbringen. Das wir uns bewusst Zeit für die Familie nehmen.
Beruflich legen wir als Generalunternehmer besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Subunternehmer. Denn das größte Kapital in heutigen (Familien-)Unternehmen ist das der Mitarbeiter. Das haben nur leider einige noch nicht erkannt. Um sich das immer wieder bewusst zu machen, haben wir für unser Unternehmen Wertewelten erarbeitet. Der respektvolle Umgang, die Anerkennung, Danke zu sagen, eine gewisse Etikette zu haben – das sind für mich einfach wesentliche Dinge für ein erfolgreiches Miteinander.
 
Lassen Sie sich lieber von einem Mann oder einer Frau beraten?
 
Da ich liebend gerne Garderobe für meine Frau kaufe, lasse ich mich dabei von den Damen im Hause Reyer beraten. Sie liebt die Sachen von Fürstenberg, Stella McCartney, Allude, Isabel Marant und Mother. Ich habe eine sehr schöne Frau, die mit ihren 1.78 m einfach alles tragen kann – das gefällt mir natürlich auch. (strahlt)
Ich selbst gehe am liebsten zum Karli. Er hat einen tollen Geschmack, nicht umsonst führt er für mich, gemeinsam mit seiner Familie, eines der erfolgreichsten Modehäuser in ganz Österreich. Untertags bin ich beruflich sehr eingeteilt, deshalb schätze ich es umso mehr, dass ich auch abends nach 18.30 zu ihm shoppen kommen kann. Für mich selbst kaufe ich dann am liebsten Eton Hemden, schwöre auf Karlis Maßanzüge und Skigewand von Peak Perfomance. Immer wieder bin ich von meinen perfekt angepassten Ertl/ Renz Skischuhen, meinem LVS Gerät und meinem ABS Rucksack begeistert – drei meiner besten Käufe bei Reyer. (lacht)
 
Budapester oder Sneakers?
 
Sneakers, die finde ich einfach super. Karli und Hannes sagen immer, dass ich die Schuhe überall hin anziehen kann und deshalb mache ich das auch. Ich trage sie sogar auf der Baustelle und im Büro. (lacht)
 
Beschreiben Sie Ihren Stil in drei Worten.
 
Authentisch, ehrlich, von Reyer bekleidet, von vielen beneidet. (lacht) Das ist der Slogan des Karli Reyer Senior, den befolge ich schon seit 20 Jahren.
 
Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?
 
Fürstenberg Kleider an meiner Frau. (lacht)
 

Worin gefallen Sie Ihrer Frau am besten?

Weißes Eton Hemd, Jeans und Sneakers oder Anzug mit Hemd und schönen Schuhen – je nachdem wo wir hingehen. Ich ziehe meistens etwas an, das mir der Karli oder der Hannes zusammenstellen und das seit mittlerweile 20 Jahren.


Auf der präparierten Piste Skifahren oder im Gelände Freeriden?

 
Beides. Mit Karli gehe ich am liebsten am Arlberg Freeriden. Ich liebe Freeriden, das ist meine letzte große Freiheit. Zweimal im Jahr nutzen wir die Gelegenheit um viel Tiefschnee zu fahren, für gutes Essen und guten Rotwein – meistens Bordeaux, meistens mehr als eine Flasche. (lacht). Mit meiner Frau und den Kids fahre ich auf präparierten Pisten, aber nicht mehr lange. Denn der kleine Max ist mittlerweile acht Jahre alt und in spätestens zwei Jahren ist er alt genug zum Freeriden. Mit der kleinen Helena und ihren 12 Jahren geht das schon super – selbst getestet und beigebracht. (lacht)
 
Beim Skioutfit: lieber Ein- oder Zweiteiler?
 
Meist Zweiteiler. Zum Freeriden bevorzuge ich allerdings Einteiler von Peak Performance. Am liebste habe ich beim Skifahren poppige, grelle Farben – mit knapp 50 mag man schließlich jung ausschauen. Aber wie heißt es so schön: 50 ist das neue 30. (lacht)
 
Sie sind begeisterter Skifahrer. Wie halten Sie sich im Sommer fit?
 
Im Sommer halte ich mich mit Laufen, Schwimmen, Golfen, Fußballspielen und Tennis fit. Leider bleibt dafür meist viel zu wenig Zeit, denn der Sommer bedeutet für uns intensive Arbeit. Deshalb muss man auf sich und seinen Körper schauen, denn ein gesunder Körper sorgt für einen gesunden Geist. Neben einer guten Atemtechnik versuche ich mich nach den „5 Säulen der Gesundheit“ von Franz Mühlbauer zu ernähren. Das hilft mir dabei, in meiner Mitte zu ruhen, mit positiver Energie durch den Tag zu gehen und mir untertags immer wieder kurz Zeit für mich selbst zu nehmen.
 
Wobei können Sie sich am besten entspannen?
 
Im Winter bei einer tollen Berg- und Skitour oder beim Freeriden. Ich genieße es, wenn man mit dem Blick ins Tal am Berg steht, für ein paar Minuten innehält und dann die Abfahrt genießt. Im Sommer gehe ich gerne mit meiner Frau und den Kindern in den Bergen wandern. Bei einem guten Glas Wein, beim Grillen und Baden mit meiner Familie oder mit guten Freunden kann ich ebenfalls herrlich entspannen.
 
Welchen Film könnten Sie sich immer wieder anschauen?
 
Freeride Filme interessieren und begeistern mich total, vor allem „Shades of Winter“ von und mit Sandra Lahnsteiner. Durch eine gemeinsame Tour nach Norwegen kenne ich Sandra persönlich. Sie ist eine tolle Sportlerin und ein einmaliger Bergkamerad. (REYER organisierte 2014 eine einwöchige Skitour in die norwegischen Lyngen Alps; Anm.)
 
James Bond: Sean Connery oder Daniel Craig?
 
James Bond ist immer ein Pflichttermin. Wenn ich in den letzten zehn Jahren ins Kino gegangen bin, dann wegen James Bond. Der einzig wahre 007 ist für mich Daniel Craig. Ich gehe dann immer mit meiner Frau und danach auf ein gutes Glasl Rotwein.

Gourmet- oder Wirtshausküche?
 
Beides. Es kommt auf den Anlass an, ob es etwas Besonderes zu Feiern gibt oder man abends gemütlich essen gehen möchte. Wir haben das Glück in einer Region zu leben, die sowohl viele tolle Gourmetrestaurants als auch Wirtshäuser bietet. Die Qualität muss bei beiden einfach stimmen.
 
Worin haben Sie sich in den letzten 10 Jahren am meisten verändert?
 
In meiner beruflichen Verantwortung, die durch Talent, Begabung und dem Alter gestiegen ist. Man wächst an den Aufgaben, wird reifer und in der gemeinsamen Arbeit in einem Familienunternehmen sicherlich auch konsequenter. Außerdem lernt man Verantwortungen abzugeben und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen. Wir fördern engagierte Mitarbeiter und ihre Talente, indem wir sie ausbilden und ihnen Verantwortungen übertragen. Das muss man als Unternehmer auch erst lernen und zulassen können.
 
Sie sind dreifacher Familienvater. Welche Werte möchten Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben?
 
Dass sie ehrlich und authentisch sind, dass sie niemandem neidig sind und sich auf die wichtigen Dinge im Leben besinnen. Dass sie Lernen lernen, Freude am Arbeiten haben, Eigenverantwortung übernehmen und die Zeichen der Zeit erkennen. Ich wünsche mir für sie, dass sie Zeit für sich selbst haben und das Wichtigste, Freude am Leben.
 
Stadt oder Land?
 
Mit 20 war es für mich die Stadt, mit 30 das Land. Ich genieße die Freiheit, die das Landleben mit sich bringt. Momentan sind wir durch unsere Kinder mit Schule und Sport sehr in der sozialen Gemeinschaft im Ort verankert. Allerdings schließe ich es nicht aus, in den nächsten Jahren in die Stadt zu ziehen, wenn die Kinder größer sind.
 
Wenn Ihnen jemand ein Blankoticket schenken würde: Wohin würde die Reise gehen?
 
Es war immer mein Traum im Winter nach Kanada zum Heli Skiing zu fliegen und danach noch zwei Wochen nach Hawaii zum Windsurfen. Vorher Skifahren und dann mit meiner Frau Monika in die Sonne – einfach herrlich. Leider habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft. Zu meinem 40er habe ich es mir vorgenommen und seitdem rede ich jedes Jahr davon. Mal schauen, vielleicht klappt es zum 50er. (lacht)
 
Eines Ihrer schönsten Erlebnisse?
 
Die Geburt meiner Kinder sowie die Hochzeit mit meiner Frau Monika. Meine Familie ist mir ganz wichtig. Wenn es in der Familie, sowohl in der Kern- wie auch in der erweiterten Familie, nicht passt, wirst du nie Topleistungen erbringen können.
Sportliche Erlebnisse sind beim Skifahren jedes Mal aufs Neue, der Blick in die Ferne, die Abfahrt und der Blick zurück zum Gipfel, wenn du unten im Tal angekommen bist. Und nicht zu vergessen, wie meine Mutter mit 70 zum Golfspielen begonnen hat – das war definitiv ein Erlebnis. (lacht)

Wobei können Sie sich am besten entspannen?
 
Im Winter bei einer tollen Berg- und Skitour oder beim Freeriden. Ich genieße es, wenn man mit dem Blick ins Tal am Berg steht, für ein paar Minuten innehält und dann die Abfahrt genießt. Im Sommer gehe ich gerne mit meiner Frau und den Kindern in den Bergen wandern. Bei einem guten Glas Wein, beim Grillen und Baden mit meiner Familie oder mit guten Freunden kann ich ebenfalls herrlich entspannen.
 
Welchen Film könnten Sie sich immer wieder anschauen?
 
Freeride Filme interessieren und begeistern mich total, vor allem „Shades of Winter“ von und mit Sandra Lahnsteiner. Durch eine gemeinsame Tour nach Norwegen kenne ich Sandra persönlich. Sie ist eine tolle Sportlerin und ein einmaliger Bergkamerad. (REYER organisierte 2014 eine einwöchige Skitour in die norwegischen Lyngen Alps; Anm.)
 
James Bond: Sean Connery oder Daniel Craig?
 
James Bond ist immer ein Pflichttermin. Wenn ich in den letzten zehn Jahren ins Kino gegangen bin, dann wegen James Bond. Der einzig wahre 007 ist für mich Daniel Craig. Ich gehe dann immer mit meiner Frau und danach auf ein gutes Glasl Rotwein.

Gourmet- oder Wirtshausküche?
 
Beides. Es kommt auf den Anlass an, ob es etwas Besonderes zu Feiern gibt oder man abends gemütlich essen gehen möchte. Wir haben das Glück in einer Region zu leben, die sowohl viele tolle Gourmetrestaurants als auch Wirtshäuser bietet. Die Qualität muss bei beiden einfach stimmen.

Worin haben Sie sich in den letzten 10 Jahren am meisten verändert?
 
In meiner beruflichen Verantwortung, die durch Talent, Begabung und dem Alter gestiegen ist. Man wächst an den Aufgaben, wird reifer und in der gemeinsamen Arbeit in einem Familienunternehmen sicherlich auch konsequenter. Außerdem lernt man Verantwortungen abzugeben und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen. Wir fördern engagierte Mitarbeiter und ihre Talente, indem wir sie ausbilden und ihnen Verantwortungen übertragen. Das muss man als Unternehmer auch erst lernen und zulassen können.
 
Sie sind dreifacher Familienvater. Welche Werte möchten Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben?
 
Dass sie ehrlich und authentisch sind, dass sie niemandem neidig sind und sich auf die wichtigen Dinge im Leben besinnen. Dass sie Lernen lernen, Freude am Arbeiten haben, Eigenverantwortung übernehmen und die Zeichen der Zeit erkennen. Ich wünsche mir für sie, dass sie Zeit für sich selbst haben und das Wichtigste, Freude am Leben.
 
Stadt oder Land?
 
Mit 20 war es für mich die Stadt, mit 30 das Land. Ich genieße die Freiheit, die das Landleben mit sich bringt. Momentan sind wir durch unsere Kinder mit Schule und Sport sehr in der sozialen Gemeinschaft im Ort verankert. Allerdings schließe ich es nicht aus, in den nächsten Jahren in die Stadt zu ziehen, wenn die Kinder größer sind.
 
Wenn Ihnen jemand ein Blankoticket schenken würde: Wohin würde die Reise gehen?
 
Es war immer mein Traum im Winter nach Kanada zum Heli Skiing zu fliegen und danach noch zwei Wochen nach Hawaii zum Windsurfen. Vorher Skifahren und dann mit meiner Frau Monika in die Sonne – einfach herrlich. Leider habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft. Zu meinem 40er habe ich es mir vorgenommen und seitdem rede ich jedes Jahr davon. Mal schauen, vielleicht klappt es zum 50er. (lacht)


Eines Ihrer schönsten Erlebnisse?

Die Geburt meiner Kinder sowie die Hochzeit mit meiner Frau Monika. Meine Familie ist mir ganz wichtig. Wenn es in der Familie, sowohl in der Kern- wie auch in der erweiterten Familie, nicht passt, wirst du nie Topleistungen erbringen können. Sportliche Erlebnisse sind beim Skifahren jedes Mal aufs Neue, der Blick in die Ferne, die Abfahrt und der Blick zurück zum Gipfel, wenn du unten im Tal angekommen bist. Und nicht zu vergessen, wie meine Mutter mit 70 zum Golfspielen begonnen hat – das war definitiv ein Erlebnis. (lacht)

Welchen Traum möchten Sie sich unbedingt noch erfüllen?

Ich möchte unbedingt noch ein wirklich hohes Hochhaus bauen, also mit mindestens 20 Stockwerken. In meinem Leben habe ich fast alles gebaut, aber eben noch kein Hochhaus. Als leidenschaftlicher Autofahrer möchte ich unbedingt an einem 24-Stunden-Rennen teilnehmen. (lacht) Und wie vorher bereits erwähnt, träume ich davon zum Skifahren nach Kanada und anschließend nach Hawaii zu fliegen. (strahlt)

Vielen Dank für dieses Interview.