IM INTERVIEW: MARIA HÖFL-RIESCH & MARCUS HÖFL

Man könnte Maria Höfl-Riesch und ihren Mann Marcus Höfl als das Power Couple des deutschen Sports bezeichnen. Beruflich erfolgreich, teilen beide, nicht nur berufsbedingt, die Liebe zum Sport. Schließlich zählt die Olympia Medaillengewinnerin bis heute zu den erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen, wohingegen ihr Mann Marcus als erfolgreicher Manager Sportler wie Fußball Legende Franz Beckenbauer oder Biathleten Simon Schempp vertritt. Zwei, die sich, im wahrsten Sinne des Wortes, auf Augenhöhe begegenen. Erfahren Sie in unserem exklusiven REYER & Friends Interview, wie sich das verliebte Ehepaar kennengelernt hat, es mehr als drei Worte braucht um den jeweils anderen zu beschreiben und eine Partie Backgammon zum Liebesbeweis wird.

Auf einen Talk mit Karl Reyer:  Maria Höfl-Riesch und ihr Mann Marcus Höfl zu Besuch in unserem Halleiner Store
Auf einen Talk mit Karl Reyer: Maria Höfl-Riesch und ihr Mann Marcus Höfl zu Besuch in unserem Halleiner Store

Sie beide haben gerade bei Sport & Mode REYER geshoppt. Wie sind Sie auf das Halleiner Modehaus aufmerksam geworden? Was verbindet Sie mit REYER?
 
MARIA: Ich bin durch Marcus auf REYER aufmerksam geworden. Er kommt schon seit vielen Jahren hierher einkaufen und kennt die Familie seit er ein Kind war. Zudem sind die Reyers ja auch enge Freunde von den Beckenbauers und Franz (Beckenbauer; Anm.) und Marcus arbeiten seit fast 15 Jahren zusammen.
 
MARCUS: Ja genau, durch Heidi und Franz (Beckenbauer; Anm.), aber auch durch meine Eltern kenne ich die Familie Reyer schon eine halbe Ewigkeit. Mein Vater und Karl Reyer sen. waren auch schon immer gemeinsam bei den "Schneeforschern" in Obertauern.
 
Sie beide wurden ja einander von Franz Beckenbauer, einem engen Freund des Hauses,  vorgestellt. Hat es sofort gefunkt?
 
MARIA: So richtig vorgestellt hat er uns einander eigentlich nicht. Wir kannten uns schon vorher, weil Marcus mit seiner Firma MHM meine Beratung übernehmen wollte. Franz hat mich dann angerufen und überzeugt, dass das sicher keine schlechte Wahl wäre. Wobei ich mich wegen Marcus' charmanter Art ohnehin schon entschieden hatte. (lacht)
 
MARCUS: Zu Beginn war unser Verhältnis rein beruflicher Natur. Ich wollte mir zuerst nicht eingestehen, dass daraus vielleicht mehr werden könnte. Nach einer gewissen Zeit wurde aber auch mir klar, dass das auch privat perfekt passt. (grinst)


Was schätzen Sie am meisten an Ihrem Partner?

 
MARIA: Dass ich mich immer auf ihn verlassen kann. Egal was passiert, Marcus steht immer hinter mir und gibt mir Rückhalt.
 
MARCUS: Dass Maria mich meistens beim Backgammon gewinnen lässt. (lacht)
 
Beschreiben Sie den jeweils anderen in drei Worten.
 
MARIA: Oh Gott, drei Worte reichen nicht... Liebevoll, großzügig, verlässlich, zielstrebig, ordentlich... Einfach perfekt. (grinst)
 
MARCUS: Was bleibt mir da noch zu sagen? Generell sind wir uns sehr ähnlich, aber ich ergänze bei Maria noch: schnell unterwegs, bescheiden und pünktlich.
 

Erleben Sie beide Ihre Beziehung anders, nachdem Sie, Frau Höfl-Riesch, Ihre Profikarriere als Skirennläuferin beendet haben?
 
MARIA: Natürlich sind die Abläufe nun etwas anders. Früher hat sich sehr viel um meinen Sport und meine Planung gedreht - ohne, dass Marcus' Job darunter leiden durfte. Heute versuchen wir alles mehr seinem Terminplan anzupassen. Da ich nun viel freier in meiner Planung bin, funktioniert das sehr gut.
 
MARCUS: Das war für uns beide eine kleine Umstellung. Wir haben uns aber sehr schnell daran gewöhnt, sicherlich auch weil Maria nicht sofort von Hundert auf Null umgeschaltet hat. Sie hat sofort angefangen, sich neu zu verwirklichen und hat heute beispielsweise eine eigene Sport-Modelinie und mehrere Werbeverträge. Das macht mich sehr stolz auf sie!


Sport spielt für Sie beide eine wichtige Rolle im Leben. Wäre ein Leben ohne Sport überhaupt noch vorstellbar?
 
MARIA: Nein, denn wir sind beide Bewegungs-Menschen. Durch den Leistungssport bin ich es einfach gewohnt, viel Sport zu treiben. Obwohl es heute natürlich, was die Intensität als auch den Umfang betrifft, deutlich weniger ist als früher, so gehört Sport doch immer noch zu meinem täglichen Ablauf. Ohne würde ich mich gar nicht wohlfühlen.
 
MARCUS: Ich bin Frühaufsteher und mache regelmäßig um 6 Uhr morgens eine Stunde Sport. Umso so schöner ist es, dass Maria jetzt nicht mehr einem Trainingsplan folgen muss und wir das oft gemeinsam tun können.
 

Sie beide sind beruflich viel unterwegs. Welchen Ort würden Sie gerne noch bereisen?
 
MARIA: Ich habe schon so viele Berge und Skigebiete gesehen, aber auch schöne Strände und tolle Inseln. Irgendwann möchte ich aber mal auf die Fiji Inseln.
 
MARCUS: Ich bin jährlich über 200 Tage unterwegs, deshalb bin ich, ehrlich gesagt, froh über Zeit und Zweisamkeit zu Hause. Wir haben das Privileg in Kitzbühel zu leben. Zudem haben wir ein kleines Ferienhäuschen am Gardasee. Beides sind wunderschöne Flecken, an denen wir uns pudelwohl fühlen.
 
Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten. Würden Sie heute irgendetwas anders machen?
 
MARIA: Natürlich macht jeder im Leben mal Dinge, die er gerne ungeschehen machen würde. Aber bei mir sind das Kleinigkeiten, wie z.B. meine Tattoos oder irgendwelche Modesünden in jungen Jahren – also nichts Gravierendes.
 
MARCUS: Ich würde gerne einige Fehler nicht mehr machen, weiß aber auch, dass ich das nicht wüsste, wenn ich sie nicht gemacht hätte. Somit konzentriere ich mich darauf „Wiederholungen“ zu vermeiden.
 
Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück am jeweils anderen?
 
MARIA: Ein schwarzes (REYER-) Hemd, natürlich maßgeschneidert. (grinst)
 
MARCUS: Jeder Mann mag es, wenn seine Frau sich chic kleidet und dazu dann die richtigen Schuhe trägt…

1. Beruflich und privat ein Power-Couple: Maria und ihr Mann Marcus Höfl 3. Selbstbewusst und noch immer stark im Business: heute entwirft Maria Höfl-Riesch ihre eigene Sport-Modelinie


High Heels oder Sneakers?

 
MARIA: Kommt natürlich auf den Anlass an. Ich trage sehr gerne High Heels, vor allem zu schöner Abendgarderobe. Außerdem finde ich, dass schöne Schuhe jedes Outfit total aufpeppen. Zum Casual Look mag ich aber auch mal coole Sneakers – gerne mit „High Top“. Ich denke, Marcus sieht das genauso. (lacht)
 
MARCUS: Yep. (grinst)
 
Lassen Sie sich von Modetrends beeinflussen?
 
MARIA: Natürlich blättere ich durch viele Modezeitschriften und verfolge die aktuellen Trends. Das Wichtigste ist aber, dass man sich wohlfühlt und sich nicht „verkleidet“ vorkommt. Ich würde nie etwas tragen, was mir nicht gefällt und auch nicht zu mir passt, nur, um im „Trend“ zu liegen.
 
MARCUS: Ich bin eher der klassische und puristische Typ, daher auch kein Fan von Mustern und Schnörkeln. Mit einem einfarbigen Hemd und Jackett ist man einfach immer gut angezogen. Nicht zu bunt, aber als „unifarben“ getragen, darf es auch mal ein roter oder gelber Pullover sein.


Hat sich Ihr Stil seit dem Ende Ihrer Karriere verändert, Frau Höfl-Riesch?

MARIA: Nein, eigentlich nicht. Dafür habe ich jetzt öfter mal die Gelegenheit, mich chic anzuziehen. Denn mittlerweile habe ich mehr Business Termine und öfter mal einen Auftritt auf dem Roten Teppich. Berufsbedingt war ich früher sehr oft in Jogginghosen und Sportklamotten unterwegs – das ist heute deutlich seltener der Fall.

Vielen Dank für dieses Interview.