Im INterview: Iris Porsche

Seit Iris Porsche verbindet man mit dem berühmten Namen nicht mehr nur exklusive Automobile, sondern Verwöhnmomente auf höchstem Niveau. Im malerischen Mondsee hat Iris Porsche mit ihrem gleichnamigen Hotel und ausgezeichnetem Haubenrestaurant eine Pilgerstätte für Ruhesuchende und Gourmets geschaffen. Ihren größten Traum hat sich die erfolgreiche Unternehmerin vor mittlerweile zehn Jahren mit einem eigenen Beauty & Day Spa in Anif bei Salzburg erfüllt. Erfahren Sie in unserem exklusiven REYER & Friends Interview, weshalb die gebürtige Pinzgauerin Memos am liebsten mit der Hand verfasst, sich ab und an mit ihrem Mädchennamen vorstellt und als (angeheiratete) Porsche, Autos jeder Größe fahren kann.

1. Iris Porsche war bei unserem Interview bester Laune. 2. Wird sie auf ihr Beauty & Day Spa angesprochen, glänzen ihre Augen. 3. Iris Porsche sagt von sich selbst, sie sei nett, normal und einfach gestrickt. Dass sie sich nicht verstellt und offen und herzlich ist, können wir zu 100% bestätigen.


Was verbindet Sie mit Sport und Mode REYER?
 
Natürlich zuallererst die chice und tragbare Mode – das liegt auf der Hand. Die herzliche Begrüßung und der gute Service von Marlene Reyer tun ihr Übriges. Mode kann man überall kaufen – aber hier bekomme ich die persönliche Beratung, die ich so schätze. Schließlich komme ich selbst aus einem Dienstleistungsunternehmen und deshalb freut es mich umso mehr, wenn ich professionell und kompetent bedient werde. Nicht zuletzt die Parkmöglichkeit vorm Haus und der gute Kaffee locken mich immer wieder hierher.
 
Was ist Ihr persönlicher REYERlook?
 
Ich kombiniere sehr gerne, wobei ich es nicht zu auffallend und schrill mag. Eyecatcher dürfen aber schon sein. Allerdings muss man ab einem gewissen Alter aufpassen, dass man die Zeit nicht übersieht. Doch das kann mir hier im Store nicht passieren, denn Marlene Reyer ist sehr ehrlich mit ihrer Beratung.
 
Worauf können Sie modisch nicht verzichten?
 
Bei der Kosmetik wüsste ich es gleich: Mascara. In der Mode sind es wohl schöne Unterwäsche und ein gutes Parfüm. Unverzichtbar sind für mich ebenso (Jeans-)Hosen, die gut sitzen und einen schönen Po machen.
 
Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?
 
Das ist einfach: Hosen, denn ich bin generell ein Hosen Typ. Meine Tochter Diana sagt mir immer im Sommer, ich solle doch auch einmal ein Kleid anziehen. Doch ich finde Hosen einfach praktisch und unkompliziert – es muss nicht überlegt werden, wie man sich hinsetzt und es ist immer alles schön verpackt. (lacht)

Welches ist zur Zeit eines Ihrer Lieblingslabels?
 
Die Philosophie von Stella McCartney gefällt mir sehr gut, denn Tiere und Natur sind auch mir sehr wichtig. Ich finde es schön, wenn sich Designer mit dem Thema Tierschutz auseinandersetzen und sie zeigt mit ihren Taschen und Schuhen, dass es oftmals kein echtes Leder braucht um ein schönes Kleidungsstück oder Accessoire zu kreieren.

Wie hat sich Ihr Stil über die Jahre verändert?
 
Ich war nie so richtig bunt oder farbenprächtig unterwegs. Ich trage gerne Nicht-Farben wie Grau, Beige und Weiß, aber auch Pastelltöne. Auf Pink versuche ich auf Grund der blonden Haare zu verzichten. Ansonsten trage ich alles, was die Figur zulässt. (lacht) Einen Minirock zu tragen finde ich ein No Go, wenn es die Beine nicht (mehr) zulassen. Vor 15 bis 20 Jahren war es für mich noch kein Thema ein kurzes Röckchen zu tragen – jetzt überlege ich eher.
 
Ist Mode für Ihr Selbstvertrauen wichtig?
 
Würde ich schon sagen. Es vermittelt mir ein gewisses Selbstbewusstsein wenn ich weiß, dass ich chic angezogen bin. Dann freue ich mich natürlich auch immer über Komplimente.
 
Was steht auf Ihrer modischen Wunschliste für die nächste Saison?
 
Schuhe, Schuhe, Schuhe. Sonst bin ich schon gut ausgestattet.
 
 Wie können Sie am besten abschalten und entspannen?
 
Generell in der Natur. Ich gehe gerne mit meinen Hunden spazieren. Im schönen Mondseer Land, wo ich wohne, kann man wunderbar dahinmarschieren. Außerdem gartle ich gerne. Früher habe ich das bei meiner Mutter mit ihrem grünen Daumen nie so verstanden, aber jetzt 30 bis 40 Jahre später verstehe ich es umso besser.

1. Iris Porsche im Gespräch mit Marlene Reyer


Ferne oder Heimat? Verreisen Sie gerne?
 
Dadurch, dass unsere Tochter Dressurreiterin ist, sind wir sehr viel auf internationalen Turnieren unterwegs. Das fällt dann nicht unbedingt unter Sightseeing, doch es ermöglicht einen Eindruck fremder Kulturen und Mentalitäten. Hier und da ändert sich dadurch der eigene Blickwinkel.

Sind sie auch künstlerisch tätig?
 
Im künstlerischen Sinn bin ich nicht sonderlich kreativ. Was ich allerdings habe, ist eine schöne Handschrift. Ich schreibe auch heute noch gerne Memos, Kurzbotschaften und Briefe mit der Hand. Ansonsten liebe ich es zu dekorieren und umzugestalten, egal ob zuhause, im Hotel oder im Day Spa.

Was ist Ihnen neben Ihren beiden Unternehmen wichtig?
 
Meine Familie, mit der ich natürlich am liebsten Zeit verbringe. Zuhause zaubere ich dann gerne etwas in der Küche und verwöhne dabei meine Lieben mit Selbstgekochtem Essen. Besonders freut mich, wenn mich meine Tochter Diana mit ihren mittlerweile 19 Jahren zusätzlich fragt, ob ich mit ihr zu den Pferden, zum Reiten, zu Turnieren oder auch einfach nur mit ihr essen oder ins Kaffeehaus gehen möchte. Dafür nehme ich mir immer gerne Zeit.



Was ist das Geheimrezept für Ihren Erfolg?
 
Ich bin nett, normal und einfach gestrickt – das kommt bei den Leuten gut an. Ob das ein Geheimrezept ist? Ich bin so wie ich bin, das ist auf meine ehrliche und bodenständige Pinzgauer Kinderstube zurückzuführen. Natürlich wurde ich auch von den Menschen in meinem Umfeld geprägt. Ich verstelle mich nicht, wenn ich offen und herzlich bin. Das ist einfach mein Naturell.
 
Der Name Porsche – Vorteil oder Hindernis?
 
Ich bin sehr stolz, diesen wunderschönen Namen tragen zu dürfen. Wenn jemand meint, dass bei mir der Preis keine Rolle spielt, dann ist mit mir nicht gut Kirschen essen. In der Hinsicht bin ich sehr empfindlich und prüfe Angebote sehr genau. Eine witzige Anekdote: Ich habe den Künstler Jürgen Fux angerufen, mich mit meinem Mädchennamen vorgestellt und mich nach dem Preis eines Bildes erkundigt. Es hätte 4.000 Euro gekostet. Als ich fragte, ob es nicht ein bisschen günstiger ginge, hat er mir Ratenzahlung angeboten. Natürlich habe ich die Situation dann aufgelöst. Wir beide amüsieren uns heute noch über diese Geschichte. Was mich angeht, sollte man den Menschen einmal vorurteilsfrei kennenlernen – Sympathie hat schließlich nichts mit dem Namen zu tun.
 
Neuwagen oder Oldtimer?
 
Es hat beides seinen Reiz. Für einen Neuwagen sprechen Komfort und Sicherheit. Meine Hausstrecke liegt zwischen Mondsee und Anif, außerdem fahren wir zu den Reitturnieren meiner Tochter ebenfalls selbst. Ich fahre wirklich sehr gerne Auto. Wenn ich nur alles so gut könnte (lacht) – ich scheue mich vor keiner Größe, es ist wirklich eine Leidenschaft. Im Sommer fahre ich zur Entschleunigung mit dem Oldtimer eine Runde um den Mondsee. Die alten Fahrzeuge riechen ein bisschen intensiv – das muss man auch mögen. (lacht)


Ihr Hideaway in Mondsee war vor sieben Jahren ein Geschenk zum 15. Hochzeitstag. Was begeistert Sie an der Hotellerie?

 
Ich bin quasi in dieser Branche groß geworden, denn meine Eltern hatten in der Nähe von Zell am See selbst einen gastronomischen Betrieb. Da war, als ich selbst noch Kind war, immer etwas los zu Hause. Ich muss gestehen, seit ich selbst aktiv in der Hotellerie tätig bin, dass ich es mir einfacher vorgestellt hätte. Es war und ist nicht immer ein Kindergeburtstag. Seit Oktober 2014 habe ich einen neuen Küchenchef, durch dessen kulinarische Raffinessen wir einen weiteren Punkt von Gault Millau bekommen – das motiviert natürlich sehr. Des Weiteren ist der finanzielle Aufwand nicht unerheblich – das ist schon ein Rucksackerl, das man mit sich schleppt. Deswegen bin ich sehr oft im Hotel – ich patrouilliere sozusagen. (Augenzwinkern)
 
Sie haben zusätzlich Fußpflege und Kosmetik gelernt. Wie schwer war das neben Familie und Beruf zu bewerkstelligen?
 
Ich wollte schon als Teenager Kosmetikerin werden. Obwohl ich damals noch keine Ahnung hatte, habe ich meiner Mama eine Gesichtspflege gemacht. (lacht) Schlussendlich ist es dann eine kaufmännische Ausbildung in der Handelsschule geworden. Vor mehr als zehn Jahren war ich selbst bei einer kosmetischen Behandlung, die mir so gut gefiel, dass sie mich zur Selbständigkeit inspiriert hat. Als meine Tochter schließlich aus dem Gröbsten raus war, ging ich drei Jahre in die Berufsschule für Kosmetik- und Fußpflege. Zum Glück musste ich nur mehr die berufsspezifischen Fächer absolvieren. Heute würde ich es von der Energie her nicht mehr schaffen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir am 22. Juli 2016 bereits unser 10-jähriges Jubiläum in Anif feiern. Ohne  die großartige Hilfe und Unterstützung meiner Mitarbeiter wäre das nicht möglich gewesen. Für mich ist es nach wie das schönste Betätigungsfeld neben meiner Rolle als Mutter.


In Ihrem Beauty & Day Spa verwöhnen Sie Ihre Kunden. Sind in Ihrem Metier Falten dennoch erlaubt?

Jede Linie erzählt eine Geschichte, das Gelebte wie auch das Erlebte. Mir gefällt’s, wenn jemand vom Gesicht her lebendig wirkt. Ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein schönes Outfit können auch ein Ausdruck von Persönlichkeit sein. Aber auch wenn man naturverbunden lebt, auf seine Ernährung achtet oder kaum Alkohol trinkt – das Erscheinungsbild der Haut hängt immer von der Tagesverfassung ab.

Ist Schönheit vergänglich?

Wenn damit die ewige Jugend und Faltenfreiheit gemeint sind – ja, dann ist Schönheit vergänglich. Entscheidend ist eine positive Ausstrahlung. Schönheit ist nicht vom Alter abhängig, die Herzenswärme macht’s aus.

Vielen Dank für dieses Interview.