Im Interview: Andreas Ulmer

Der gebürtige Oberösterreicher Andreas Ulmer legt nicht nur bei seinem Stammverein Red Bull Salzburg jede Saison aufs Neue eine flotte Sohle aufs (Fußball) Parkett. Diesen Sommer heiratet der erfolgreiche Ballkünstler seine langjährige Freundin – natürlich in einem Hochzeitsanzug von REYER. Im exklusiven Interview verriet uns der sympathische Fußballer, weshalb er sich ab und an selbst googelt, Sportschuhe in (fast) allen Lebenslagen trägt und Herausforderungen (berufsbedingt) sportlich nimmt.


Was verbindet Sie mit REYER?
 
Die Mode. (lacht) Ich lebe jetzt schon lange in Salzburg und irgendwann bin ich mit einem Kollegen hierhergefahren. Es ist ein schönes Geschäft, das mir sehr gut gefallen hat. Ich habe meinen Hochzeitsanzug hier gekauft und ein paar andere Kleidungsstücke auch. (lacht)
 
Ihr Lieblingskleidungsstück?
 
Zum Spielen trage ich natürlich am liebsten mein Red Bull Trikot. (lacht) Ansonsten habe ich kein spezielles Lieblingskleidungsstück. Ich habe mehrere Sachen, die ich gerne trage. Ich bin in dieser Hinsicht überhaupt sehr variabel. Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich zum Beispiel am liebsten Jeans und Sneakers trage und dann gibt es Zeiten, in denen ich gerne ein sportliches Hemd oder auch ein Sakko anziehe. Das variiert immer wieder.
 
Lassen Sie sich lieber von einem Mann oder einer Frau beraten?
 
Beim Einkaufen oder wenn es darum geht mir Sachen auszusuchen, bin ich selbst sehr zielorientiert. Ich brauche dann oft gar keinen Berater und wenn doch, dann bin ich flexibel. Wie es sich in dem Moment einfach ergibt, so passt das auch für mich – egal ob das nun ein Mann oder eine Frau ist.
 
Halten Sie Versprechen, die Sie einmal gemacht haben?
 
Ich versuche sie so gut wie möglich zu halten.
 
Zukunft oder Gegenwart?
 
Gegenwart. Ich versuche eigentlich immer im Hier und Jetzt zu leben.
 
Was ist Ihrer Meinung nach das Statussymbol dieser Zeit?
 
Das ist schwierig zu pauschalisieren, denn jeder Mensch empfindet etwas anderes als Staussymbol. Für den einen ist es beispielsweise das Auto, eine Uhr, ein schöner Anzug und für den anderen ist es die Familie oder ein schönes Haus.
 
Talent oder Disziplin?
 
Disziplin. Natürlich ist es, wie bei so vielen Dingen, gerade auch beim Fußball notwendig Talent mitzubringen – das ist die Grundvoraussetzung. Wenn man allerdings nicht weiß, damit umzugehen, bringt auch das größte Talent nichts. Es braucht immer eine gewisse Disziplin um sein Talent ausschöpfen zu können.
 
Welche Persönlichkeit (lebend oder bereits verstorben) würden Sie gerne kennenlernen?
 
Mir hat schon immer Diego Maradona imponiert, mit dem würde ich mich gerne mal auf einen Kaffee treffen und unterhalten. (lacht)

Worin haben Sie sich in den letzten zehn Jahren am meisten verändert?

Während der letzten zehn Jahre habe ich meine Freundin kennengelernt, die ich diesen Sommer heiraten werde. (strahlt) Das ist ein Riesenschritt, vor allem auch in der persönlichen Entwicklung.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?

Auf meine Freundin, gutes Essen und gutes Trinken. (lacht)

Budapester oder Sportschuhe?

Sportschuhe, in allen Lebenslagen – meistens jedenfalls. (lacht)

Nehmen Sie Herausforderungen sportlich?

Ich versuche es. (lacht) Durch meinen Beruf als Fußballer werde ich permanent herausgefordert, egal ob beim Training oder während eines Spiels. Man will dann selbstverständlich auch gewinnen und wird dadurch sehr ehrgeizig – was auch gut so ist. Umso wichtiger ist es dann wie man mit Niederlagen umgeht. Ich würde mich selbst als guten Verlierer bezeichnen. Natürlich hadert man einen kurzen Moment, aber man muss sich dann gleich wieder auf die nächste Aufgabe, das nächste Spiel, konzentrieren. Nachdem bei uns jede Woche oder in der heißen Phase alle drei Tage ein Spiel stattfindet, kann man gar nicht allzu viele Gedanken an das verschwenden was war. Ich lebe einfach im Hier und Jetzt.

Wenn Ihnen jemand ein Blankoticket schenken würde: Wohin würden Sie fliegen?

Nach Spanien. Mir gefällt das Land, die Mentalität der Leute, es ist herrlich warm und das Essen ist sehr gut. (lacht) Ich würde einfach eine Zeitlang dort herumreisen.

Angriff oder Verteidigung?

Beim Fußball ist meine Position die Verteidigung. Fürs Leben allgemein gesprochen, wäre ein Mittelding nicht schlecht. (lacht)

Wobei können Sie am besten abschalten und entspannen?

Mit meiner Familie, wenn ich zuhause oder auch in der Natur bin. Ich genieße die Zeit, in der ich abschalten kann, keine Gedanken an den Beruf habe und ich mich mehr um andere Dinge kümmern kann.

Haben Sie sich schon einmal selbst gegoogelt?   Ja, habe ich. (lacht) Bei Google erscheinen ja immer Bilder und ich wollte einfach schauen, welche so von mir dabei sind. (lacht)

Anzug oder Sportdress?

Sportdress.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Das ich draußen und vor allem viel in Bewegung bin. Ich habe das Riesenglück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Schon während meiner Schulzeit habe ich in jeder freien Minute Fußball gespielt – das war immer das Schönste für mich. Ich schätze an meinem Beruf, dass man nicht nur interessante Leute kennenlernt, sondern auch tolle Länder und Städte sieht. Meistens zwar nur am Weg ins Stadion, aber man gewinnt zumindest einen Eindruck, sodass man sich denkt, da würde ich gerne auch mal privat hinfliegen.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach Ihrer Karriere als Fußballer?

Ich möchte so lange spielen wie es geht, je nachdem wie der Körper mitspielt. Aber konkrete Pläne habe ich noch nicht, ich lasse das eher auf mich zukommen. Ich weiß nur, dass ein Bürojob eher nichts für mich wäre. Ich bin es gewohnt (körperlich) aktiv zu sein und da wäre der Kontrast einfach zu groß. Ich würde gerne mit Menschen arbeiten. Ob jetzt als Fußballtrainer oder aber in einer komplett anderen Berufssparte kann ich noch nicht sagen – mal schauen.

Stehen Körper und Geist im Einklang mit Mode und Selbstbewusstsein?

Ich denke schon. Mode ist etwas Schönes, das einen aufmuntern kann und man sich dadurch wieder wohler fühlt. Wenn ich mich beispielsweise nicht so wohl fühle, versuche ich dennoch mich modisch anzuziehen. Ich kann von mir sagen, dass ich mich in meiner jetzigen Lage sehr wohl fühle, auch in modischer Hinsicht. (lacht)

Ist Mode für Ihr Selbstvertrauen wichtig?

Nein. Für manche Leute mag Mode vielleicht fürs Selbstvertrauen wichtig sein. Ich bin allerdings der Meinung, dass man sich Selbstvertrauen über andere Dinge holt. Zum Beispiel über die Familie, wenn es der Familie gut geht, den Beruf, wenn man eine gute Leistung bringt oder man gerade Vater oder Mutter geworden ist – schlichtweg Dinge, auf die man stolz sein kann.

Mode ist...?

... eine schöne Sache – nicht nur zum Kleiden, sondern auch zum Anschauen. (lacht) Mode macht einfach Spaß. Ich finde mir immer wieder neue Sachen, die mir gefallen – vor allem beim Reyer. (lacht)

Vielen Dank für dieses Interview.